Die kurzen Nächte und der frühe Sonnenaufgang bringen mich ganz aus dem Konzept. So musste Papa schon um 4.40 Uhr aufstehen und mir meine Morgenmilch zubereiten. Etwas früher als gestern machen wir dann Tagwacht. Unterdessen Mama den ersten Teil Blog online stellt, chillen Papa und ich noch ein bisschen unter der warmen Decke. So richtig nach Sommer schmecken die Temperaturen noch nicht.
Bei leichtem Regen laden wir das Auto ein, machen Häuschen rein und fahren dann bald ab. Alle sind sie wieder hier, nicht nur uns zieht es im Sommer in den Norden.
Mit der Absicht rechtzeitig auf Solberget bei den Rentieren zu sein, fahren wir zügig bis zum Storforsen. Auf der Höhe von Pitea musste ich noch mit Papa kontrollieren, ob das Meerwasser der Schärengebiete noch Süss- oder schon Salzwasser ist. Ich denke, es ist es bitzi salzig.
So langsam wird es richtig schwedisch, wie wir es lieben. Grosse Seen, mächtige Flussläufe und endlose Wälder begleiten uns nun auf dem Weg zum Storforsen.
Mit einem Körv gestärkt reisten wir weiter. Quer durch Lappland bis nach Vuollerim. Jetzt sind wir in dem Lappland angekommen. Mama hat bereits ein Rentier gesehen. Papa und ich kamen natürlich zu spät, egal auch wir kriegen noch unsere Chance.
In Vuollerim checkten wir nochmals unser Etappenziel. Papa hatte sich die genaue Lage nicht so genau gemerkt. Dank einer Coopangestellten und Google maps fanden wir dann den richtigen Weg zu unserem nächsten Logis. Jetzt wurde es das erste Mal so richtig wild. Apropos wild: Der Auerhahn macht meine beiden Vogelpaparazzi noch ganz wild – stolz sitzt er im Chrüt und wenn die Fotoartillerie ausgefahren ist, ist er weg!
Ohne Strom und ohne Wasser kocht unsere Rottenköchin und Mama Tamara dennoch etwas Warmes zum Znacht.
Ich hab zwar fast keine Zeit zum Essen, denn ich freue mich ganz fest auf das, was noch kommt. Wir dürfen nämlich die Rentiere füttern.
War das toll. Wir waren ganz nahe am Futtertrog und die Rentiere waren ganz toll lieb. Dem Papa haben sie aus der Hand gefressen, bei mir hat es nicht ganz geklappt. Etwas struppig sind sie schon, jetzt wenn sie gerade ihr Fell wechseln.
Ich hab zwar fast keine Zeit zum Essen, denn ich freue mich ganz fest auf das, was noch kommt. Wir dürfen nämlich die Rentiere füttern.
Während ich nun also schon schlafe,
schreibt Papa wieder fleissig für die Daheimgebliebenen. Alle schlafen schon um die Zeit, nur 2 vierbeinige Kollegen kommen ihn besuchen…
PS. So hell ist es um 24.00 Uhr hier am Polarkreis, und angenehm warm: Jetzt sind es noch 2.5 Grad. Zeit auch für mich für unter die warme Decke.
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