Mittwoch, 2. Juli 2014

Rückreise

Den Wecker hab ich nicht gehört. Aufgewacht bin ich nur weil Papa mein Kopfkissen und meine Decke abziehen wollte.

Das sieht verdächtig nach Aufbruch aus.
Genau um 6.38 Uhr verliessen wir endgültig unser Camp.

Ich war wirklich sehr enttäuscht als Mama auf der Strasse nach Grövelsjön nach rechts abbog. Ich fragte noch: „Gehen wir nicht auf die Kiesstrasse?“ Aufgrund  der Reaktion auf den vorderen Rängen im Wagen, hätte ich das wahrscheinlich besser nicht gefragt.
Bis Särna passte ich noch nach den Elchen und Rentieren. Dann übermannte mich der Schlaf und von der Rückreise bis vor Uppsala bekam ich dann nicht mehr viel mit.


Fast aus dem Sitzli lüpfte mich eine Vollbremsung wegen eines Auerhahnes, aber ich liess mir sagen, dass sich der für ein verwendbares Foto eher zieren würde.

Wir bleiben aber dran, versprochen.
Für den Transfer vom Rental Car Return zum Flughafen muss man einen gelben Bus nehmen. Dieses „Postauto“ ist zwar gratis , dafür kann man sich dann nicht beklagen, wenn nicht jeder Fahrgast einen Sitzplatz hat und die zuhinterst auf dem Rolli sitzen müssen.

Am Arlanda-Airport

sah es dann eher nach Stress aus. Ich glaube auch die anderen Swiss-Passagiere konnten kein WEB Check-in machen. Und zudem hatten sie eine Störung auf dem Gepäckband. Das Lineup hielt sich dann zwar in Grenzen. Auch bei der Sicherheit sah es schlimmer aus, als es schlussendlich war. So gab es jedenfalls kein langes Herumsitzen bis wir endlich einsteigen durften.
Der Flug nach Genf war wirklich spannend. Ich hab sogar zugeschaut wie die Maschine vom schwedischen Boden abhob. Kein Anzeichen von Flugangst … das ist nur etwas für kleine Kinder.
Mit dem Zug fuhren wir dann See- und Rottuaufwärts bis nach Visp. In Genf weinte ich noch um mein vermeintlich verpasstes Date. Dafür war die Freude umso grösser, als wir in Aigle mein Dada als neuen Fahrgast im Interregio begrüssen durften. Trotzt dem Hammerspiel Argentinien – Schweiz hat mbF sich die Zeit genommen, uns ein Stück entgegen zu fahren. Super cool!
Müde aber glücklich konnte ich zu später Stunde meine Oma in die Arme schliessen.
„Jetz si wier zrugg, gäll Oma!“

Unser letzter Tag in Idre verbunden mit Traditionen

Heute Morgen hat es geklappt. Das Wetter war etwas besser und wir alle rechtzeitig fit für einen Early Bird. Kurz vor 06.00 Uhr sind wir auf der Hauptstrasse nach Rorös bis nach Storbosjön gefahren um unsere Wohnzimmerstrecke von Westen her in Angriff zu nehmen.
Kaum abgebogen sah Mama einen, eventuell sogar zwei Elche im Wald verschwinden. Auch Papas Nachforschung ergaben kein zählbares Resultat. Schreiben wir der Mama dennoch eine 1 auf ihr Konto, so quasi als Bonus, hat doch sie uns eigentlich über die 14 Tage mit fast allen Elchbegegnungen beglücken können. OK, die im Elchpark haben Papa und ich selber gefunden.
Auch das letzte Rendez-vous geht auf ihr Konto. Bei einer Querstrasse entschied zwar Papa auf Fahren, entdeckt hat ihn aber wieder Mama.




Lange hat er uns angeschaut, die Ohren gespitzt oder eben eher gedreht wie der Uhu den Kopf, und sich dann im Namen ihrer Artgenossinnen für dieses Jahr verabschiedet. Tschüss Elchini bis zum nächsten Jahr.
2 Kraniche waren zu guter Letzt noch diejenigen, welche sich an diesem Morgen die Ehre gaben.


Am Nachmittag war dann traditionell das Steinmannli auf dem Programm. Nach 2 Ausführungen die unverändert auf dem Nipfjället wache halten, kann man schon von Tradition reden.
Der Abstecher auf der Hinfahrt zum Burusjön

war dann noch gekrönt worden durch eine Begegnung mit einer schwedischen lokalen Schwimmschule. Kein einfaches Unterfangen eine solche Rasselbande auf dem Wasser zu bändigen und zu kontrollieren.





Auf dem Nipfjället  wurde dann noch gearbeitet. Zuerst mussten die passenden Steine zusammen getragen werden. Jeder seiner Grösse entsprechend. Papa die ganz grossen und ich die eher etwas kleineren.

Eigentlich hätte ich dem Papa bei seinem „Ture“  helfen sollen,



aber der Eifer hat dann mich selber so gepackt, dass ich kurzerhand selber mein eigenes Steinmannli aufgebaut habe.

 






Stattlich stehen sie nun da neben den alten aus den Jahren 2012 und 2013. Selbst mein kleines, es ist das erste ganz links, kann es mit den Grossen jederzeit aufnehmen.






Auf dem Rückweg machte ich dann noch einen auf Hüpfburg. Wer genau hinschaut, sieht, dass ich für einen Augenblick die Schwerkraft überlistet habe.



Auf der Talfahrt gelangen unserer Chaufföse und Fotografin noch diese spektakulären Fotos eines alten Bekannten, der uns dieses Jahr ganz fest die Treue hielt.


Einen letzten Stopp machten wir am Wasserfall an der Strasse nach Foskros. Nebst den „Steinen in den Flusswerfen“ war es mir ein Bedürfnis mich nochmals im Fischen zu üben. Und tatsächlich verhalf mir Papa zu einem schönen Grünling, eine sehr selten Rasse, die normalerweise im Herbst ab den Bäumen fällt. Egal, als Souvenir für diese schöne Zeit in Schweden hab ich ihn zurück in die Schweiz mitgenommen.





Eigentlich war es uns allen nicht zum Schauspielern zu Mute, Papa wollte allen zeigen, wie ich in diesen 3 Jahren Schweden und Idre gewachsen bin. 3 Jahre alt und schon drei Mal hier im Norden unterwegs gewesen, da darf man ruhig zuoberst auf das Podest stehen und sich ein bisschen als Sieger fühlen.




Für das 25 Jahre Jubiläum muss ich ja jetzt nur noch 22 Mal kommen.  Dass ich wiederkomme, hab ich am  Nachmittag mit dem Troll  schon abgemacht.  Gegen das Pfand von einem Munzi, sorry Müntschi, hat er mir versprochen, dass er hier auf mich warten würde……. und die Rentier auch, und die Elche auch, Peter und Sylvia auch, und die Vogelini auch, und…………………….

Montag, 30. Juni 2014

Vom Wetter lassen wir uns nicht unterkriegen

Mama und Papa hätten für heute Morgen eigentlich die Absicht gehabt eine Early Bird Tour in unserem Tagesprogramm anzubieten. Der Wecker läutete wie abgemacht um 5 Uhr in der Früh. Genau in dieser Stunde begoss Petrus erneut die Wälder von Idre. Das OK entschied nach einem kurzen Ständerat auf dem Läubli gegen die Abfahrt dafür zugunsten von ein paar Zusatzstunden Schlaf.
So startete das reguläre Tagesprogramm zu gewohnter Zeit.  Mit Papa zusammen gingen wir gut eingepackt die roten Steine waschen. Die wollen wir dann später noch bemalen.

Wenn Frau schon mal im Regendress steckt, kann man auch schon mal eine Freizeitaktivität draussen unternehmen. Es ist ja zum Glück nicht gerade Dauerregen.

Nach dem üblichen Besuch im Souveniershop bei der „Tessinerin“ wollten wir doch mal nachschauen, wie unser Njpfjället bei nicht gerade optimalen Bedingungen aussieht.
On the top zeigte der Tacho eine aktuelle Aussentemperatur von knappen 3 Grad an.
Mamas Fotos zum Seitenfenster raus sagen mehr als tausend Worte …… Ja das auf der Krete ist Schnee. Papa meint, die Schweden kennen sicher noch ein paar Eisheilige mehr, die wir noch nicht kennen.


Wir wissen nicht so genau, ob das der erste oder letzte Sommerzugvogel ist hier oben. Aber dem scheint das Wetter egal zu sein, denn er geht emsig seiner Tätigkeit nach.



Vom Wetter unerschrocken steht er da. Unser lieber Troll. Hätten wir einen warmen Lutz mit uns gehabt, er hätte sich sicher daran gefreut. Eine herzhafte Umarmung wärmte ihn aber sich genau so viel.


Dann musste ich Papa unbedingt noch etwas zeigen.  Da ist ein grosser Stein, wenn der nass ist, kann ich ihn prima als Rutschbahn benutzen.



Am Nachmittag malten wir dann mein Njpfjälletsteinmannlistein an. Ein bisschen musste mir Papa noch helfen. Das wird sicher der rechte Fuss vom Steinmannli.



Am Abend ging‘s wieder auf eine Runde.

Papa wünscht sich eine neue Stecke, etwas weiter Richtung Gravelsjön als normal. Das war wirklich wieder einmal abenteuerlich. Wir erwarteten jederzeit die Norwegische Grenze.

Am Ende wurde die Fahrt mit einem idyllischen Plätzli belohnt. Das nächste Mal kommen wir hier bei schönem Wetter, das wird sich sicher lohnen.


Auf dieser Fahrt haben wir eine Auerhennen Glucke getroffen. Wir waren dummerweise genau zwischen den Jungen und der Alten. So wollten wir sie nicht länger stören und liessen sie in Ruhe.


Wieder in unserem Häuschen angekommen, ging’s direkt ab ins Bett… Ich war wirklich auf dem Nuggi.


PS: Wäre Frau Augusta Müller dieses Jahr auch wieder mit von der Partie gewesen, könnte ich es sicher schon bald einmal mit Herrn Kilchsberger aufnehmen, doch diese verzichtete dieses Jahr freiwillig...

PPS: Unter Peter Blatter haben wir nun ein Jahr später die Gewissheit, dass sich die Schweizer Frauen für die WM qualifiziert haben, die Schwedischen Männer hingegen nicht...